Trockene Hände, raue Stellen oder strapazierte Haut nach einem langen Tag im Garten? Eine selbstgemachte Kräutersalbe ist eine schöne Möglichkeit, Pflanzenwissen und natürliche Hautpflege miteinander zu verbinden. Du brauchst dafür erstaunlich wenige Zutaten: ein gutes Pflanzenöl, Bienenwachs und ein passendes Kräutermazerat.
Das Schöne daran: Du kannst selbst entscheiden, welche Pflanze du verwenden möchtest und wie fest oder weich deine Salbe werden soll. Mit dem Grundrezept lässt sich eine kleine Kräuterapotheke für die Hausapotheke herstellen, ganz ohne komplizierte Geräte.
Wichtig ist dabei eine klare Unterscheidung: Kräutersalben gehören traditionell zur äußerlichen Pflanzenpflege. Aussagen wie „heilt Entzündungen“, „wirkt gegen Schmerzen“ oder „behandelt Wunden“ sind medizinische Versprechen und sollten bei einem DIY-Rezept nicht gemacht werden. Eine selbstgemachte Salbe kann die Haut pflegen und sich angenehm auf beanspruchter Haut anfühlen. Bei Beschwerden oder Verletzungen gehört die Ursache gegebenenfalls medizinisch abgeklärt.
Was du in diesem Artikel erfährst
- wie eine Kräutersalbe grundsätzlich aufgebaut ist
- welche Zutaten du brauchst
- wie du eine einfache Kräutersalbe selber machst
- welche fünf Kräuter sich besonders gut eignen
- wie du die Konsistenz weicher oder fester bekommst
- wie du die fertige Salbe richtig abfüllst
- was du bei Hygiene und Haltbarkeit beachten solltest
- wie du dein Rezept individuell abwandeln kannst
Grundprinzip einer Kräutersalbe
Eine klassische Kräutersalbe besteht aus zwei wesentlichen Komponenten: einem öligen Auszug aus Pflanzen und einem festen Bestandteil wie Bienenwachs.
Das Öl übernimmt dabei die Funktion der pflegenden Grundlage. Das Bienenwachs sorgt dafür, dass aus dem flüssigen Öl eine streichfähige Salbe wird.
Eine typische Kräutersalbe enthält deshalb:
| Bestandteil | Aufgabe |
|---|---|
| Kräuteröl | pflanzliche Grundlage und Pflege |
| Bienenwachs | macht das Öl streichfähig und formstabil |
| optional Sheabutter | macht die Salbe geschmeidiger |
| optional Vitamin E | kann die Oxidation von Ölen unterstützen |
| optional ätherisches Öl | Duft und zusätzliche kosmetische Note |
Für den Einstieg brauchst du eigentlich nur Kräuteröl und Bienenwachs.
Das macht die Herstellung so unkompliziert.
Was ist ein Kräuteröl?
Für eine Salbe wird häufig ein sogenanntes Mazerat verwendet. Dabei werden Pflanzenteile in einem fetten Pflanzenöl angesetzt, sodass fettlösliche Pflanzenbestandteile in das Öl übergehen können.
Geeignet sind beispielsweise Olivenöl, Sonnenblumenöl, 🛒Mandelöl* oder 🛒Jojobaöl*.
Besonders wichtig: Für einen klassischen Kräuterauszug solltest du möglichst gut getrocknete Pflanzen verwenden. Frische Pflanzen enthalten Wasser. Dieses Wasser kann die Haltbarkeit eines selbstgemachten Ölauszugs deutlich erschweren.
Wenn du Kräuter aus dem eigenen Garten verwendest, sollten sie vollständig trocken und sauber sein.
Zutaten
Für etwa 100 g einfache Kräutersalbe brauchst du:
- 85 g Kräuteröl
- 15 g 🛒Bienenwachs*
Das ist das klassische Grundverhältnis für eine eher feste Salbe.
Wenn du die Salbe weicher haben möchtest, kannst du beispielsweise 90 g Kräuteröl und 10 g Bienenwachs verwenden.
Für eine reichhaltigere, cremigere Variante kannst du einen Teil des Öls durch Sheabutter ersetzen.

Die wichtigsten Zutaten im Überblick
Kräuteröl:
Das ist die eigentliche pflanzliche Grundlage deiner Salbe. Du kannst ein fertiges Mazerat verwenden oder dein Kräuteröl selbst herstellen.
Bienenwachs:
🛒Bienenwachs* gibt der Salbe Struktur. Je mehr Wachs du verwendest, desto fester wird das Endprodukt.
Sheabutter:
🛒Sheabutter* kann für eine angenehm cremige und geschmeidige Textur sorgen. Sie eignet sich besonders gut, wenn dir eine reine Öl-Wachs-Salbe zu fest ist.
Vitamin E:
🛒Vitamin E* wird bei selbstgemachter Kosmetik häufig eingesetzt, um empfindliche Pflanzenöle vor Oxidation zu schützen. Es ist kein Konservierungsmittel und verhindert nicht das Wachstum von Mikroorganismen.
Was du außerdem brauchst
- hitzebeständiges Glas oder einen kleinen Messbecher
- Wasserbad
- 🛒Küchenwaage*
- sauberen Löffel oder Glasstab
- 🛒kleine Salbendosen*
- eventuell ein Thermometer
- Küchenpapier zum sauberen Arbeiten
Für DIY-Kosmetik lohnt es sich, ein separates kleines Gefäß für das Schmelzen von Wachs zu verwenden. Bienenwachs lässt sich aus manchen Küchenutensilien nur schwer wieder vollständig entfernen.
Wenn du regelmäßig Salben, Balsame oder Cremes herstellst, sind kleine Aluminiumdosen praktisch.
Auch ein gutes Bienenwachs in Pastillenform macht die Herstellung einfacher, weil es sich schneller und gleichmäßiger abwiegen lässt.
Für vegane Rezepturen kannst du Bienenwachs nicht einfach durch irgendein Pflanzenwachs ersetzen. 🛒Carnaubawachs* oder 🛒Candelillawachs* haben andere Eigenschaften und müssen entsprechend niedriger dosiert werden.

Grundrezept
Das folgende Rezept ist bewusst einfach gehalten. Damit kannst du deine erste Kräutersalbe herstellen und anschließend mit der Konsistenz experimentieren.
Grundrezept für 100 g Kräutersalbe
Zutaten:
- 85 g Kräuteröl
- 15 g Bienenwachs
Zubereitung:
- Wiege das Kräuteröl und das Bienenwachs exakt ab.
- Gib beides in ein hitzebeständiges Gefäß.
- Stelle das Gefäß in ein warmes Wasserbad.
- Erwärme die Mischung langsam, bis das Bienenwachs vollständig geschmolzen ist.
- Rühre alles gründlich miteinander.
- Nimm das Gefäß aus dem Wasserbad.
- Fülle die flüssige Salbe vorsichtig in saubere, trockene Dosen.
- Lasse die Dosen offen stehen, bis die Salbe vollständig fest geworden ist.
- Verschließe sie erst anschließend.
Warum ein Wasserbad?
Bienenwachs muss geschmolzen werden. Ein Wasserbad ermöglicht eine vergleichsweise sanfte Erwärmung.
Direkte Hitze auf dem Herd ist unnötig und kann die Mischung zu stark erhitzen. Gerade bei pflanzlichen Ölen möchtest du mit möglichst moderaten Temperaturen arbeiten.
Wann kommen empfindliche Zutaten dazu?
Wenn du Sheabutter verwenden möchtest, kannst du sie zusammen mit dem Bienenwachs schmelzen.
Empfindliche ätherische Öle solltest du erst nach dem Schmelzen und etwas Abkühlen hinzufügen. Dabei solltest du die jeweilige Dosierung und Hautverträglichkeit beachten.
Bei selbstgemachten Produkten für Kinder, Schwangere, empfindliche Haut oder Allergiker würde ich ätherische Öle nicht einfach nach Gefühl hinzufügen.

5 Kräuter für selbstgemachte Salben
Für eine Salbe wird häufig ein Ringelblumenöl-Mazerat verwendet. Die daraus hergestellte Salbe eignet sich beispielsweise als reichhaltige Pflege für trockene und beanspruchte Haut.
Welche Pflanze du verwendest, hängt davon ab, welche Art von Hautpflege du herstellen möchtest.
Hier geht es ausdrücklich um traditionelle und kosmetische Verwendung.
Ringelblume
Ringelblume gehört zu den Klassikern unter den Pflanzen für selbstgemachte Hautpflege.
Besonders schön ist Ringelblumensalbe auch als selbstgemachtes Geschenk.
Wenn du Ringelblumen im eigenen Garten anbaust, kannst du die Blüten im Sommer ernten und für dein eigenes Kräuteröl trocknen.
Kamille
Kamille ist eine weitere traditionelle Pflanze für äußerliche Anwendungen.
Ein Kamillenöl-Mazerat kann als Grundlage für eine sanfte Kräutersalbe dienen. Der typische Duft und die lange Tradition der Kamille machen sie zu einem beliebten Bestandteil selbstgemachter Pflanzenkosmetik.
Bei Korbblütler-Allergien ist allerdings Vorsicht geboten. Dazu gehören auch Ringelblume und Arnika.
Lavendel
Lavendel eignet sich hervorragend für eine duftende Kräutersalbe.
Du kannst getrocknete Lavendelblüten für ein Mazerat verwenden. Alternativ kann eine kleine Menge ätherisches Lavendelöl zum fertigen Balsam gegeben werden.
Eine Lavendelsalbe passt beispielsweise wunderbar in eine kleine Abendpflege-Routine für Hände oder Füße.
Wenn du ätherisches Öl verwendest, solltest du die Konzentration niedrig halten und zunächst eine kleine Hautstelle testen.
Spitzwegerich
Spitzwegerich ist eine interessante Pflanze für alle, die sich intensiver mit heimischen Wildkräutern beschäftigen möchten.
Traditionell wird Spitzwegerich äußerlich verwendet. Für eine selbstgemachte Salbe kannst du ein getrocknetes Spitzwegerich-Mazerat als Grundlage verwenden.
Wer Wildkräuter sammelt, sollte bei Spitzwegerich besonders auf eine sichere Bestimmung und saubere Sammelstellen achten.
Johanniskraut
Johanniskrautöl ist wahrscheinlich eines der bekanntesten Kräuteröle für selbstgemachte Ölauszüge.
Traditionell wird Johanniskrautöl äußerlich für die Hautpflege eingesetzt.
Hier ist allerdings ein wichtiger Punkt zu beachten: Johanniskraut kann die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Deshalb sollte die Verwendung eines Johanniskrautöls auf der Haut mit entsprechender Vorsicht erfolgen. Bei Unsicherheit ist eine fachkundige Beratung sinnvoll.
Welches Kraut passt zu welchem Zweck?
| Kraut | Traditionelle äußerliche Verwendung | Charakter |
|---|---|---|
| Ringelblume | Hautpflege | mild, klassisch |
| Kamille | beruhigende Hautpflege | sanft, aromatisch |
| Lavendel | Pflege und Duft | aromatisch |
| Spitzwegerich | traditionelle Wildkräuterpflege | herb |
| Johanniskraut | traditionelle Hautpflege | intensiv |
Die Tabelle beschreibt traditionelle bzw. kosmetische Verwendung und keine medizinisch nachgewiesenen Heilwirkungen.
Kräuteröl selbst herstellen
Wenn du wirklich von Grund auf arbeiten möchtest, kannst du dein Kräuteröl selbst ansetzen.
Dafür brauchst du:
- vollständig getrocknete Kräuter
- hochwertiges Pflanzenöl
- ein sauberes, trockenes Schraubglas
Fülle das Glas locker mit getrocknetem Pflanzenmaterial. Übergieße die Kräuter vollständig mit Öl. Es sollten keine Pflanzenteile aus dem Öl herausragen.
Verschließe das Glas und stelle es an einen geeigneten, eher dunklen Platz.
Je nach Pflanze und Methode kann ein Ölauszug mehrere Wochen benötigen. Zwischendurch wird das Glas vorsichtig bewegt.
Anschließend wird das Öl durch ein feines Sieb oder Tuch gefiltert und in eine saubere, trockene Flasche abgefüllt.
Wichtig: Wenn sich Wasser, ungewöhnlicher Geruch, Schimmel oder andere Veränderungen zeigen, solltest du das Öl nicht mehr verwenden.
Für Anfänger ist ein bereits 🛒fertiges Kräuteröl* eine praktische Alternative.

Konsistenz verändern
Das Grundrezept lässt sich sehr einfach anpassen.
Die wichtigste Stellschraube ist das Verhältnis von Öl zu Wachs.
Eine feste Salbe
Für eine festere Salbe kannst du beispielsweise verwenden:
- 80 g Kräuteröl
- 20 g Bienenwachs
Diese Konsistenz eignet sich gut für kleine Dosen, die du unterwegs mitnehmen möchtest.
Eine weiche Salbe
Für eine weichere Textur:
- 90 g Kräuteröl
- 10 g Bienenwachs
Die Salbe lässt sich leichter mit dem Finger entnehmen und verstreichen.
Eine cremigere Variante
Du kannst beispielsweise ausprobieren:
- 60 g Kräuteröl
- 20 g Bienenwachs
- 20 g 🛒Sheabutter*
Dadurch entsteht eine reichhaltigere, weichere Textur.
Warum die Temperatur eine Rolle spielt
Eine Kräutersalbe kann bei unterschiedlichen Raumtemperaturen sehr unterschiedlich wirken.
Im Sommer kann eine Rezeptur plötzlich sehr weich werden. Im Winter wird dieselbe Salbe deutlich fester.
Deshalb ist es sinnvoll, zunächst eine kleine Menge herzustellen.
Wenn dir die fertige Salbe zu weich ist, kannst du sie erneut vorsichtig erwärmen und etwas Bienenwachs ergänzen.
Ist sie zu fest, kannst du entsprechend etwas Kräuteröl ergänzen.
Das funktioniert am besten, wenn du dir bei jeder Rezeptur die exakten Mengen notierst.
Abfüllen und Lagern
Hygiene ist bei selbstgemachter Kosmetik entscheidend.
Deine Dosen sollten sauber und vollständig trocken sein. Wasser gehört möglichst nicht in die fertige Salbe.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu Cremes oder Lotionen: Eine klassische Öl-Wachs-Salbe enthält keine Wasserphase.
Kleine Dosen sind praktisch
🛒Kleine Aluminiumdosen* haben mehrere Vorteile:
- sie sind leicht
- sie lassen sich gut transportieren
- sie nehmen wenig Platz ein
- du kannst mehrere Kräuterrezepturen getrennt aufbewahren
- sie eignen sich als kleine Geschenke
Wenn du mehrere Salben herstellst, kannst du die Dosen beschriften.
Notiere mindestens:
- verwendetes Kraut
- Herstellungsdatum
- verwendetes Öl
- Rezeptur
Bei mehreren selbstgemachten Produkten ist das Gold wert. Nach einigen Monaten weißt du sonst erstaunlich schnell nicht mehr, was genau in welcher Dose steckt.
So beschriftest du deine Salbe
Zum Beispiel:
Ringelblumensalbe
Ringelblumen-Mazerat · Olivenöl · Bienenwachs
Hergestellt: August 2026
So wirkt selbstgemachte Kräuterkosmetik gleich viel professioneller.
Haltbarkeit
Wie lange eine selbstgemachte Kräutersalbe hält, lässt sich nicht pauschal mit einer festen Monatszahl beantworten.
Entscheidend sind unter anderem:
- Qualität und Frische des Öls
- Alter des Kräuteröls
- Wassergehalt der verwendeten Pflanzen
- Hygiene bei der Herstellung
- Lagerbedingungen
- verwendete Verpackung
- Umgang mit der Salbe
Eine wasserfreie Öl-Wachs-Salbe ist grundsätzlich weniger anfällig für mikrobielles Wachstum als eine wasserhaltige Creme. Das bedeutet trotzdem nicht, dass sie unbegrenzt haltbar ist.
So verlängerst du die Haltbarkeit
Arbeite möglichst sauber.
Verwende trockene Utensilien.
Nimm die Salbe mit sauberen Händen oder einem kleinen Spatel aus der Dose.
Lass kein Wasser in das Gefäß gelangen.
Bewahre die Salbe kühl, trocken und möglichst dunkel auf.
Direkte Sonne und große Temperaturschwankungen sind keine gute Idee.
Woran erkennst du eine verdorbene Salbe?
Vertraue deinen Sinnen.
Entsorge die Salbe, wenn:
- sie ranzig riecht
- sich Geruch oder Farbe stark verändert haben
- Schimmel sichtbar ist
- sich ungewöhnliche Feuchtigkeit bildet
- die Konsistenz auffällig verändert ist
- du dir über den Zustand nicht sicher bist
Bei selbstgemachter Kosmetik gilt: Im Zweifel weg damit.
Praktische Anwendung
Eine selbstgemachte Kräutersalbe wird sparsam auf die gewünschte Hautstelle aufgetragen und sanft verteilt.
Sie eignet sich beispielsweise als reichhaltige Pflege für:
- trockene Hände
- raue Hautstellen
- beanspruchte Füße
- trockene Ellenbogen
- trockene Knie
- strapazierte Haut nach Gartenarbeit
Bei verletzter, stark gereizter oder auffällig veränderter Haut solltest du nicht einfach mit selbstgemachten Produkten experimentieren.
Auch bei bekannten Allergien auf Pflanzen oder Inhaltsstoffe solltest du die Rezeptur entsprechend anpassen.
Kleiner Hauttest
Wenn du eine neue Pflanze oder einen neuen Inhaltsstoff verwendest, kannst du zunächst eine kleine Menge an einer unauffälligen Hautstelle testen.
Bei Rötung, Brennen, Juckreiz oder anderen Beschwerden solltest du die Anwendung abbrechen.

Kräutersalbe als kleines DIY-Geschenk
Selbstgemachte Kräutersalben sind auch eine schöne Geschenkidee.
Du kannst beispielsweise drei kleine Dosen herstellen:
Ringelblume – klassische Pflanzenpflege
Lavendel – aromatische Pflege
Kamille – sanfte Pflanzenkosmetik
Dazu ein kleines Etikett und eine handgeschriebene Karte mit den verwendeten Zutaten.
Das wirkt persönlicher als eine schnell gekaufte Pflegecreme und lässt sich wunderbar mit anderen selbstgemachten Kräuterprodukten kombinieren.
Gerade für Weihnachten, Geburtstage oder kleine Mitbringsel sind solche Mini-Salben praktisch.
Mein Tipp
Erst kleine Mengen ausprobieren
Ich würde bei der ersten Kräutersalbe nicht gleich ein halbes Kilo herstellen.
100 g reichen völlig.
Noch besser: Teile deine erste Charge auf zwei kleine Dosen auf und teste unterschiedliche Konsistenzen.
Zum Beispiel:
Dose 1: 90 g Kräuteröl + 10 g Bienenwachs
Dose 2: 80 g Kräuteröl + 20 g Bienenwachs
Nach dem vollständigen Auskühlen kannst du beide Varianten vergleichen.
So bekommst du schnell ein Gefühl dafür, welche Konsistenz dir gefällt.
Und genau das macht für mich den Reiz selbstgemachter Kräuterkosmetik aus: Du bist nicht an ein fertiges Produkt gebunden. Du kannst Rezepturen ausprobieren, dokumentieren und mit der Zeit deine eigene Lieblingsmischung entwickeln.
Wichtige Hinweise
Eine selbstgemachte Kräutersalbe ist ein kosmetisches bzw. traditionelles Pflanzenpflegeprodukt. Sie ersetzt keine medizinische Behandlung.
Besonders bei offenen, tiefen oder stark entzündeten Wunden, anhaltenden Hautveränderungen oder starken Beschwerden solltest du medizinischen Rat einholen.
Bei Kindern, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei bekannten Allergien sollte bei Kräutern und insbesondere ätherischen Ölen besondere Vorsicht gelten.
Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Stoffe. Mehr davon bedeutet nicht automatisch eine bessere Salbe.
Bei Wildkräutern ist eine sichere Pflanzenbestimmung unverzichtbar. Sammle außerdem nicht an stark befahrenen Straßen, behandelten Flächen oder anderen belasteten Standorten.
Fazit
Kräutersalbe selber machen ist einfacher als gedacht
Eine eigene Kräutersalbe herzustellen, braucht weder eine komplizierte Ausstattung noch eine lange Zutatenliste.
Mit Kräuteröl und Bienenwachs hast du bereits die beiden wichtigsten Bestandteile.
Das Grundrezept ist schnell gemacht:
85 g Kräuteröl + 15 g Bienenwachs = einfache Kräutersalbe
Von dort aus kannst du dich weiterentwickeln. Mehr Wachs ergibt eine festere Salbe, weniger Wachs macht sie weicher. Sheabutter sorgt für eine cremigere Textur. Mit verschiedenen Kräuterölen kannst du deine Rezeptur immer wieder neu gestalten.
Ringelblume, Kamille, Lavendel, Spitzwegerich und Johanniskraut bieten einen schönen Einstieg in die Welt der selbstgemachten Pflanzenkosmetik.
Am wichtigsten bleiben dabei sauberes Arbeiten, hochwertige Zutaten und ein realistischer Blick auf das, was eine Kräutersalbe leisten kann: Sie ist eine pflegende, traditionelle Form der Pflanzenkosmetik. Kein Ersatz für eine medizinische Behandlung.
Wenn du einmal angefangen hast, wirst du wahrscheinlich schnell merken, wie viele Möglichkeiten sich aus einem einfachen Grundrezept ergeben.








