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Kräuteröl selber machen: So stellst du aromatisches Kräuteröl einfach selbst her

Du möchtest Kräuter aus dem Garten haltbar machen und dabei etwas herstellen, das du in der Küche wirklich verwenden kannst? Kräuteröl selber zu machen ist eine der einfachsten Möglichkeiten, frische oder getrocknete Kräuter in ein aromatisches Öl zu verwandeln.

Ob Rosmarinöl für Ofenkartoffeln, Basilikumöl für Pasta, Knoblauchöl für mediterrane Gerichte oder ein mildes Kräuteröl mit Petersilie und Thymian, die Möglichkeiten sind vielseitig. Du brauchst dafür nur wenige Zutaten und etwas Geduld.

Wichtig ist allerdings die richtige Vorbereitung. Besonders bei frischen Kräutern spielt der Wassergehalt eine entscheidende Rolle. Auch die Wahl des Öls, die Ziehzeit und die Lagerung beeinflussen Qualität, Geschmack und Haltbarkeit.

In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Kräuteröl selber machen kannst, welche Kräuter geeignet sind und wann sich ein Kaltauszug oder Warmauszug anbietet.

Was ist ein Kräuteröl?

Kräuteröl ist ein Pflanzenöl, das mit Kräutern aromatisiert wurde. Die enthaltenen Aromastoffe gehen während der Ziehzeit in das Öl über und geben ihm Geschmack und Duft.

Für die Herstellung eignen sich sowohl frische als auch getrocknete Kräuter. Typische Küchenkräuter sind beispielsweise:

  • Rosmarin
  • Thymian
  • Basilikum
  • Oregano
  • Salbei
  • Majoran
  • Petersilie
  • Estragon
  • Zitronenmelisse
  • Lavendel für spezielle kulinarische Anwendungen

Kräuteröl kannst du kalt oder warm ansetzen. Beim klassischen Kaltauszug werden die Kräuter mit Öl übergossen und über einen längeren Zeitraum ziehen gelassen. Beim Warmauszug wird das Öl vorsichtig erwärmt, wodurch die Aromastoffe schneller in das Öl übergehen können.

Ein selbst gemachtes Kräuteröl eignet sich vor allem zum Verfeinern von Speisen. Du kannst es über Salate geben, für Marinaden verwenden, Gemüse damit beträufeln oder Brot darin dippen.

Je nach Kräuterauswahl entstehen völlig unterschiedliche Geschmacksrichtungen. Rosmarin und Thymian ergeben beispielsweise ein kräftiges, mediterranes Öl, während Zitronenmelisse ein deutlich frischeres Aroma mitbringt.

Kräuteröl ist nicht gleich ätherisches Öl

Ein wichtiger Unterschied: Selbst gemachtes Kräuteröl aus Speiseöl und Küchenkräutern ist kein ätherisches Öl.

Bei einem Kräuteröl für die Küche werden Aromastoffe aus den Kräutern in ein fettes Pflanzenöl übertragen. Ätherische Öle werden dagegen mit speziellen Verfahren gewonnen und sind hoch konzentrierte Produkte.

Für selbst gemachte Kräuteröle solltest du deshalb ausschließlich geeignete Lebensmittel verwenden, wenn das Öl später zum Essen gedacht ist.

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Welches Öl eignet sich?

Die Wahl des Grundöls beeinflusst den Geschmack des fertigen Kräuteröls erheblich.

Besonders beliebt ist 🛒Olivenöl*. Es passt hervorragend zu mediterranen Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Oregano und Basilikum. Ein mildes Olivenöl eignet sich, wenn das Aroma der Kräuter stärker im Mittelpunkt stehen soll.

Auch andere Öle können verwendet werden:

ÖlGeschmackBesonders geeignet für
🛒Olivenöl*fruchtig, teilweise kräftigRosmarin, Thymian, Oregano, Basilikum
🛒Rapsöl*mild, neutralPetersilie, Schnittlauch, milde Mischungen
🛒Sonnenblumenöl*milduniverselle Kräuteröle
🛒Traubenkernöl*leicht, neutralfeine Kräutermischungen
🛒Walnussöl*nussigSalbei, Thymian, herbstliche Kombinationen

Für den Einstieg würde ich ein mildes Öl wählen. So kannst du besser erkennen, welche Aromen die Kräuter tatsächlich mitbringen.

Auch bei der Qualität des Öls lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutatenliste und die Lagerung. Ein gutes Speiseöl ist die Grundlage für ein gutes Kräuteröl.

Für die Herstellung brauchst du außerdem ein sauberes, verschließbares Glas oder eine geeignete Flasche. 🛒Kleine Glasflaschen* mit engem Hals sind praktisch, wenn du das fertige Öl verschenken möchtest. Ein Trichter erleichtert das Abfüllen.

Frische oder getrocknete Kräuter?

Hier liegt einer der wichtigsten Punkte bei der Herstellung von Kräuteröl.

Getrocknete Kräuter sind für selbst gemachtes Kräuteröl besonders unkompliziert. Ihnen wurde bereits ein großer Teil des Wassers entzogen. Dadurch lassen sie sich einfacher in Öl einlegen.

Frische Kräuter enthalten dagegen viel Wasser. Dieses Wasser gelangt beim Einlegen ebenfalls in das Glas. Genau das kann bei selbst gemachten Kräuterölen problematisch werden.

Kräuteröl mit getrockneten Kräutern

Getrocknete Kräuter sind eine gute Wahl für Anfänger.

Geeignet sind beispielsweise:

  • getrockneter Rosmarin
  • getrockneter Thymian
  • getrockneter Oregano
  • getrockneter Majoran
  • getrockneter Salbei
  • 🛒getrocknete Lavendelblüten* für kulinarische Anwendungen

Achte darauf, dass die Kräuter vollständig trocken sind. Sie sollten keine feuchten Stellen aufweisen und sauber sowie gut gelagert sein.

Kräuteröl mit frischen Kräutern

Frische Kräuter kannst du ebenfalls verwenden. Hier ist allerdings mehr Sorgfalt erforderlich.

Die Kräuter sollten frisch, sauber und frei von beschädigten oder faulen Stellen sein. Nach dem Waschen müssen sie sehr gründlich getrocknet werden.

Ideal ist es, die Kräuter zunächst vollständig an der Luft trocknen zu lassen oder vorsichtig mit einem sauberen Tuch beziehungsweise Küchenpapier abzutupfen.

Je weniger zusätzliches Wasser in das Öl gelangt, desto besser.

Bei frischen Kräutern solltest du das fertige Öl außerdem nicht wie ein dauerhaft haltbares Vorratsprodukt behandeln. Es gehört in den Kühlschrank und sollte zeitnah verbraucht werden.

Besondere Vorsicht gilt bei frischem Knoblauch und Kräutern in Öl. Unter sauerstoffarmen Bedingungen können sich bestimmte Bakterien vermehren. Deshalb sind selbst gemachte Öle mit frischem Knoblauch oder frischen Kräutern nicht für eine lange Lagerung bei Raumtemperatur geeignet.

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Grundrezept für Kräuteröl

Das Grundrezept ist denkbar einfach.

Zutaten

  • 250 ml hochwertiges Speiseöl
  • etwa 10–20 g getrocknete Kräuter

Bei frischen Kräutern solltest du nicht einfach dieselbe Menge verwenden. Entscheidend ist weniger das Gewicht als die Menge der Kräuter und vor allem deren Wassergehalt.

Du brauchst außerdem

  • ein sauberes, trockenes Schraubglas oder eine Glasflasche
  • einen 🛒Trichter*
  • ein feines Sieb oder 🛒Passiertuch*
  • ein sauberes Gefäß zum Abfüllen
  • ein Etikett mit Herstellungsdatum

Schritt für Schritt

1. Gefäß vorbereiten

Das Glas oder die Flasche gründlich reinigen und vollständig trocknen lassen. Schon kleine Mengen Wasser können die Haltbarkeit ungünstig beeinflussen.

2. Kräuter vorbereiten

Getrocknete Kräuter kannst du direkt verwenden. Grobe Kräuter wie Rosmarinzweige lassen sich bei Bedarf etwas zerkleinern.

Bei frischen Kräutern darauf achten, dass sie wirklich trocken sind.

3. Öl einfüllen

Die Kräuter in das vorbereitete Gefäß geben und mit dem Öl vollständig bedecken.

Die Kräuter sollten nicht dauerhaft aus dem Öl herausragen.

4. Ziehen lassen

Das Gefäß verschließen und an einem dunklen, eher kühlen Ort aufbewahren. Direkte Sonne solltest du vermeiden.

Je nach Kräuterart kann das Öl mehrere Tage bis einige Wochen ziehen.

5. Zwischendurch kontrollieren

Schau regelmäßig nach dem Glas. Bei ungewöhnlichem Geruch, Schimmel, Gärungszeichen oder anderen Veränderungen sollte das Öl nicht mehr verwendet werden.

6. Abseihen

Wenn das Öl ausreichend aromatisch ist, werden die Kräuter durch ein feines Sieb oder Passiertuch entfernt.

7. Abfüllen

Das fertige Kräuteröl in eine saubere, trockene Flasche füllen und beschriften.

Auf das Etikett gehören mindestens Kräuter und Herstellungsdatum.

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6 Kräuteröl-Ideen

Mit dem Grundrezept kannst du ganz unterschiedliche Varianten herstellen. Hier kommen sechs Kombinationen, die sich gut für die Küche eignen.

Rosmarinöl

Rosmarin gehört zu den Klassikern unter den Kräuterölen.

Für etwa 250 ml Öl kannst du beispielsweise 2–3 getrocknete Rosmarinzweige beziehungsweise eine entsprechende Menge getrockneten Rosmarin verwenden.

Das kräftige Aroma passt besonders gut zu:

  • Kartoffeln
  • Ofengemüse
  • Focaccia
  • mediterranen Marinaden
  • gegrilltem Gemüse
  • Bohnen und Hülsenfrüchten

Ein Rosmarinöl ist auch eine schöne Grundlage für ein selbst gemachtes Küchen-Geschenk.

Thymianöl

Thymian ergibt ein würziges und gleichzeitig angenehm herbes Öl.

Besonders gut passt es zu Kartoffeln, Gemüse, Suppen und mediterranen Gerichten.

Eine einfache Kombination ist Thymian mit einem milden Olivenöl.

Basilikumöl

Basilikum und Olivenöl sind eine klassische Kombination.

Basilikumöl passt zu:

  • Tomaten
  • Mozzarella
  • Pasta
  • Pizza
  • Salaten
  • Bruschetta

Für Basilikumöl solltest du besonders auf die Lagerung achten, wenn du frische Blätter verwendest. Für eine unkompliziertere Vorratsvariante sind vollständig getrocknete Kräuter besser geeignet.

Oreganoöl für die Küche

Getrockneter Oregano bringt ein intensives mediterranes Aroma ins Öl.

Das Öl eignet sich zum Verfeinern von Tomatengerichten, Pizza, Pasta, Ofengemüse und Salaten.

Da Oregano selbst bereits sehr aromatisch ist, genügt eine moderate Menge.

Salbeiöl

Salbei ist kräftig und würzig und eignet sich deshalb besonders gut für ein aromatisches Öl.

Salbeiöl kannst du beispielsweise für Pasta, Kartoffelgerichte oder Gemüse verwenden.

Eine Kombination aus Salbei und einem milden Pflanzenöl ergibt ein interessantes Küchenöl für die Herbst- und Wintermonate.

Zitronen-Kräuteröl

Für eine frischere Variante kannst du getrocknete Zitronenmelisse mit einem milden Öl kombinieren.

Auch Zitronenthymian eignet sich hervorragend.

Wenn du zusätzlich Zitrusschalen verwenden möchtest, sollten diese vollständig getrocknet sein. Frische Zitronenschale bringt ebenfalls Feuchtigkeit ins Öl.

Dieses Kräuteröl passt besonders gut zu:

  • Blattsalaten
  • Gemüse
  • Fischgerichten
  • Couscous
  • sommerlichen Kartoffelsalaten

Kaltauszug oder Warmauszug?

Bei Kräuteröl hast du zwei grundlegende Möglichkeiten: den Kaltauszug und den Warmauszug.

Kräuteröl als Kaltauszug

Beim Kaltauszug werden die Kräuter einfach mit Öl übergossen und über einen längeren Zeitraum ziehen gelassen.

Das hat einen großen Vorteil: Die Methode ist unkompliziert.

Du gibst die Kräuter in ein trockenes Gefäß, übergießt sie mit Öl und lässt die Mischung ziehen. Dabei sollte das Gefäß dunkel und eher kühl stehen.

Bei getrockneten Kräutern kann der Kaltauszug mehrere Tage bis einige Wochen dauern.

Kontrolliere regelmäßig Aroma und Zustand des Öls.

Kräuteröl als Warmauszug

Beim Warmauszug wird das Öl vorsichtig erwärmt.

Dabei sollte das Öl nicht stark erhitzt oder zum Kochen gebracht werden. Ziel ist eine sanfte Erwärmung.

Diese Methode kann sinnvoll sein, wenn das Kräuteraroma schneller in das Öl übergehen soll.

Eine einfache Vorgehensweise:

  1. Kräuter und Öl in ein hitzefestes Gefäß geben.
  2. Das Gefäß vorsichtig im Wasserbad erwärmen.
  3. Das Öl nur sanft erwärmen.
  4. Anschließend abkühlen lassen.
  5. Kräuter abseihen.
  6. Das fertige Öl in ein sauberes, trockenes Gefäß geben.

Der Warmauszug ist besonders praktisch, wenn du das Öl relativ kurzfristig verwenden möchtest.

Bei empfindlichen Kräutern solltest du mit Wärme vorsichtig umgehen, da intensive Hitze bestimmte Aromastoffe verändern kann.

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Haltbarkeit und Lagerung

Beim selbst gemachten Kräuteröl ist die Lagerung kein Nebenthema.

Das fertige Öl sollte möglichst dunkel, kühl und vor Licht geschützt stehen. Eine dunkle Glasflasche ist deshalb praktisch.

Bei Ölen mit vollständig getrockneten Kräutern sind die Voraussetzungen günstiger als bei frischen Kräutern. Trotzdem solltest du selbst gemachte Produkte regelmäßig kontrollieren.

Frische Kräuter in Öl

Öl und Wasser vermischen sich zwar nicht, das Wasser aus frischen Kräutern bleibt jedoch im Produkt vorhanden. Dadurch können Bedingungen entstehen, unter denen sich unerwünschte Mikroorganismen vermehren.

Deshalb gilt:

Kräuteröl mit frischen Kräutern gehört in den Kühlschrank und sollte nur für kurze Zeit aufbewahrt werden.

Noch vorsichtiger solltest du bei frischem Knoblauch in Öl sein. Selbst gemachte Knoblauchöle sollten nicht bei Raumtemperatur gelagert werden.

Wenn du ein Öl herstellen möchtest, das sich unkomplizierter lagern lässt, sind vollständig getrocknete Kräuter die bessere Ausgangsbasis.

Wann solltest du Kräuteröl entsorgen?

Verlasse dich nicht ausschließlich auf das Aussehen.

Bei ungewöhnlichem Geruch, Schimmel, Trübungen, Gärungszeichen oder anderen auffälligen Veränderungen solltest du das Öl entsorgen.

Im Zweifel gilt: Weg damit.

Ein selbst gemachtes Kräuteröl ist schnell neu angesetzt. Das Risiko lohnt sich nicht.

Häufige Fehler

Beim ersten Versuch können einige typische Fehler passieren.

Fehler 1: Feuchte Kräuter verwenden

Das ist einer der häufigsten Fehler.

Frisch gewaschene Kräuter sollten nicht tropfnass direkt ins Öl wandern. Sie müssen vorher gründlich getrocknet werden.

Fehler 2: Frische Kräuter wochenlang bei Raumtemperatur lagern

Davon ist abzuraten.

Frische Kräuter bringen Wasser mit und verändern damit die mikrobiologischen Bedingungen im Öl.

Fehler 3: Das Glas nicht richtig reinigen

Das Gefäß sollte sauber und vollständig trocken sein.

Auch der Trichter und alle anderen Utensilien sollten sauber und trocken sein.

Fehler 4: Kräuter ragen aus dem Öl

Kräuter sollten möglichst vollständig vom Öl bedeckt sein. Schwimmende oder herausragende Pflanzenteile können leichter mit Luft in Kontakt kommen.

Fehler 5: Zu viele Kräuter verwenden

Mehr Kräuter bedeuten nicht automatisch mehr Aroma.

Gerade sehr intensive Kräuter wie Salbei, Rosmarin oder Oregano können ein Öl schnell dominieren.

Fehler 6: Das Öl in die Sonne stellen

Direkte Sonneneinstrahlung ist für Öl keine gute Idee.

Ein dunkler Küchenschrank oder eine andere lichtgeschützte Stelle ist besser geeignet.

Fehler 7: Das Herstellungsdatum vergessen

Das passiert erstaunlich schnell.

Ein kleines Etikett mit Kräutersorte und Datum kostet kaum Aufwand und macht später einen großen Unterschied.

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Praktische Tipps für dein selbst gemachtes Kräuteröl

Wenn du regelmäßig Kräuter aus dem eigenen Garten verwendest, kannst du dir eine kleine Kräuteröl-Sammlung anlegen.

Dabei würde ich nicht zehn verschiedene Sorten gleichzeitig herstellen. Starte lieber mit zwei oder drei Varianten und teste, welche dir geschmacklich am besten gefallen.

Besonders praktisch sind kleine Glasflaschen mit 100 bis 250 ml Inhalt. So steht eine geöffnete Flasche nicht monatelang in der Küche.

Auch zum Verschenken eignen sich kleine Flaschen hervorragend. Ein schlichtes Etikett mit Kräutersorte, Herstellungsdatum und Verwendungsidee macht daraus ein persönliches Mitbringsel.

Wer regelmäßig mit selbst getrockneten Kräutern arbeitet, kann außerdem saisonal vorgehen: Im Sommer Kräuter ernten, einen Teil frisch verwenden und einen Teil vollständig trocknen. Aus den getrockneten Kräutern lässt sich später Kräuteröl herstellen.

Für Kräuterfans ist ein kleines Set aus Glasflaschen, Trichter, Etiketten und getrockneten Gartenkräutern eine praktische Grundausstattung. Solche Zubehörteile findest du auch bei Amazon, falls du dir für die Herstellung ein einheitliches Set zusammenstellen möchtest.

Mein Tipp

Nicht jedes Kräuteröl muss kompliziert sein

Ich würde beim ersten Versuch bewusst klein anfangen.

Ein mildes Olivenöl und getrockneter Rosmarin reichen völlig aus. Du brauchst keine exotischen Zutaten und kein spezielles Equipment.

Wenn dir das Ergebnis gefällt, kannst du dich weiter durch verschiedene Kräuter und Kombinationen testen.

Interessant wird es auch, wenn du dir kleine Geschmacksrichtungen überlegst: mediterran mit Rosmarin, Thymian und Oregano, frisch mit Zitronenthymian oder mild mit Petersilie und einem neutralen Öl.

Und noch etwas: Beschrifte deine Flaschen.

Nach ein paar Wochen weiß man sonst erstaunlich zuverlässig nicht mehr, wann man welches Öl angesetzt hat.

Häufige Fragen

Wie lange müssen Kräuter in Öl ziehen?

Das hängt von den verwendeten Kräutern und der gewünschten Intensität ab. Getrocknete Kräuter können mehrere Tage bis einige Wochen ziehen. Entscheidend ist der Geschmack. Das Öl sollte regelmäßig kontrolliert werden.

Kann man frische Kräuter in Öl einlegen?

Ja, grundsätzlich ist das möglich. Frische Kräuter enthalten jedoch Wasser und erfordern deshalb besondere Sorgfalt bei Hygiene, Lagerung und Haltbarkeit. Das fertige Öl sollte gekühlt und zeitnah verbraucht werden.

Welches Öl ist für Kräuteröl am besten?

Olivenöl eignet sich besonders gut für mediterrane Kräuter. Für einen neutraleren Geschmack sind Rapsöl oder Sonnenblumenöl interessant.

Kann man Kräuteröl mit Knoblauch machen?

Knoblauch lässt sich geschmacklich sehr gut mit Kräutern kombinieren. Bei frischem Knoblauch in Öl ist allerdings besondere Vorsicht erforderlich. Solche Öle sollten nicht bei Raumtemperatur gelagert werden.

Muss man die Kräuter aus dem Öl entfernen?

Für eine längere Aufbewahrung ist das Abseihen sinnvoll. Vor allem bei selbst gemachten Ölen solltest du die Kräuter nach dem gewünschten Aromaauszug entfernen und das Öl sauber abfüllen.

Kann man Kräuteröl zum Braten verwenden?

Das hängt vom verwendeten Grundöl und seiner Hitzestabilität ab. Viele Kräuteröle eignen sich hervorragend zum Verfeinern fertiger Speisen. Für hohe Temperaturen ist ein entsprechend geeignetes Speiseöl sinnvoller.

Fazit

Kräuteröl selber zu machen ist eine unkomplizierte Möglichkeit, Kräuter aus dem Garten oder aus dem Kräutervorrat kreativ zu verwenden.

Für den Einstieg sind getrocknete Kräuter besonders praktisch. Sie bringen weniger Feuchtigkeit ins Öl und lassen sich einfach verarbeiten. Olivenöl passt hervorragend zu mediterranen Kräutern wie Rosmarin, Thymian und Oregano, während neutrale Öle den Eigengeschmack der Kräuter stärker hervorheben können.

Ob Kaltauszug oder Warmauszug, beide Methoden haben ihren Platz. Viel wichtiger sind saubere, trockene Gefäße, sorgfältig vorbereitete Kräuter und eine passende Lagerung.

Bei frischen Kräutern und insbesondere bei frischem Knoblauch in Öl solltest du besonders vorsichtig sein. Solche Öle gehören gekühlt und sollten zeitnah verbraucht werden.

Und genau darin liegt für mich der Reiz von selbst gemachtem Kräuteröl: Du brauchst wenig, kannst mit verschiedenen Aromen experimentieren und hast am Ende etwas, das in der Küche tatsächlich Verwendung findet.

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